25.06.2015 | 16 : 07 Uhr | cb


schwarzes Sparschwein

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Verwaltung beim Mausen erwischt

 

Beim Thema Rat­haus­brü­cke will das Tief­bau­amt par­tout kein ein­zi­ges Fett­näpf­chen aus­las­sen. Nach meh­re­ren igno­rier­ten Prüf­auf­trä­gen, frag­wür­di­ger Infor­ma­ti­ons­po­li­tik und einem selt­sa­men Umgang mit der Bür­ger­in­itia­tive wurde in die­ser Woche der neu­este Stein des Ansto­ßes bekannt: In der Haus­halts­an­mel­dung hat das Amt für den Brü­cken­bau eine viel zu hohe Summe angesetzt.”

So begann heute ein Arti­kel der Thü­rin­ger All­ge­meine, der es in sich hat. Denn wei­ter heißt es dort:

275.000 Euro soll­ten in die­sem Jahr ver­plant und ver­baut wer­den. Die Summe, die vom Amt selbst stammt, schaffte es bis in den Haus­halts­ent­wurf der Stadt­ver­wal­tung. Im nicht öffent­li­chen Teil des Finanz­aus­schus­ses wurde sie aller­dings ange­zwei­felt. Auf Nach­frage soll der Amts­lei­ter Alex­an­der Reint­jes ein­ge­stan­den haben, dass so viel Geld gar nicht benö­tigt werde. Statt des­sen sollte eine Reserve für andere Bau­vor­ha­ben geschaf­fen wer­den. Das Bekennt­nis soll die Frak­tio­nen, aber auch die Stadt­spitze erzürnt haben.

‘Wir haben die Ver­wal­tung beim Mau­sen erwischt.’, sagte CDU-Fraktionschef Michael Panse. Daniel Stassny, Chef der bun­ten Frak­tion, sprach gar von ‘schwar­zen Kas­sen’.

SPD, Linke und Grüne sahen es gelas­se­ner. Ihnen kamen die zuviel ein­ge­plan­ten 100.000 Euro gerade recht, um Deckungs­vor­schläge für ihre Haus­halts­an­träge zu untermauern.”

Soweit der kom­plette Arti­kel­text aus der TA vom 25.6.2015 (auf des­sen Ori­gi­nal wir man­gels Ver­füg­bar­keit lei­der nicht ver­lin­ken können).

Wie sicher muß man sich im Sat­tel füh­len, wenn man aus­ge­rech­net bei einem der umstrit­tens­ten Bau­pro­jekte Mau­sche­leien in die­ser Grö­ßen­ord­nung ver­sucht? Wir — die Mit­glie­der der Bür­ger­in­itia­tive — wun­dern uns in Sachen Rat­haus­brü­cke über gar nichts mehr. Höchs­tens über die offen­sicht­li­che Macht­lo­sig­keit des Stadt­ra­tes, über den Gleich­mut eini­ger Stadt­räte und über die Unver­fro­ren­heit mit der ein­zelne Per­so­nen der Stadt­ver­wal­tung offen­sicht­lich fol­gen­los agieren.

Den Lesern der heu­ti­gen TLZ wurde die­ser bri­sante Arti­kel übri­gens vor­ent­hal­ten. Schade eigentlich.